Schülerinnen und Schüler beschreiben die AG so: „Sollen Weihnachtgeschenke abgeschafft werden?“, „Sollen Schuluniformen in deutschen Schulen verbindlich eingeführt werden?“ „Soll die Obergrenze der Flüchtlinge, die nach Deutschland einreisen, festgelegt werden?“, Solche und ähnliche Themen werden bei uns diskutiert. Themen, die uns interessieren und die wir diskutieren wollen, finden, recherchieren, sich eine eigene Meinung bilden, andere Meinungen anhören, andere überzeugen, Entscheidungen treffen. Das alles bedeutet „debattieren“. Zusammengesetzt mit „Jugend“ bedeutet es eine Gruppe von unterschiedlichen Schülerinnen und Schüler von Klasse 7- J2, gute Laune, aktuelle Themen, die jeden etwas angehen und Kuchen!

Lehrkraft: Frau Edelmann

Raum: nach Vereinbarung (Vertretungsplan)

Wochentag/ Uhrzeit: freitags in Modulform, circa sieben Mal im Schuljahr, 13.15 -15.30 Uhr;  Raum: auf dem Vertretungsplan sichtbar

Termine im Schuljahr 2019/2020: 

  • Freitag, 6.12. , 13.15 - 15.30 Uhr: Workshop
  • Freitag, 24.1., 13.15-15.30 Uhr: Workshop
  • Mittwoch, 29.1., 8.00-13.00 Uhr: schulinterner Wettkampf
  • Freitag, 7.2., 13.15 - 15.30 Uhr: Workshop
  • Freitag, 31.1., 9.35-11.05 Uhr: schulinternes Finale
  • Dienstag, 11.2., 14.00 - 19.00: Regionalwettkampf
  • Freitag, 20.3., 13.15 -15.30 Uhr: Workshop
  • Freitag, 24.4., 13.15-15.30 Uhr: Workshop
  • Freitag, 26.6., 13.15-15.30 Uhr: Workshop

Ansprechpartner: Frau Edelmann, Frau Stetter

Regeln einer Debatte/ für den Schulwettkampf: 

  • Debattiert wird zu jeweils vier Personen. Zwei sprechen sich für, zwei gegen das Gefragte aus. Einen Gesprächsleiter gibt es nicht. Die Debattanten, also Pro 1 und Pro 2 sitzen nebeneinander und am besten gegenüber/ schräg gegenüber von Contra 1 und Contra 2, die auch nebeneinander sitzen. 
  • Die Debatte gliedert sich in drei Teile: Eröffnungsrunde (Schulwettbewerb: jeder hat 2 min: Mikrodebatte: jeder hat 1 min); Freie Aussprache (Schulwettbewerb: 8 min; Mikrodebatte: 5 min); Schlussrunde (Schulwettbewerb: jeder hat 1 Minute; Mikrodebatte: jeweils 30 sec)
  • In der Eröffnungsrede beginnt zunächst Pro 1, dann folgt Contra 1, dann Pro 2, dann Contra 2. In der Schlussrunde sprechen die Teilnehmer in gleicher Reihenfolge wie in der Eröffnungsrunde. Über die Einhaltung der Redezeiten wacht ein Zeitwächter. Fünfzehn Sekunden vor Ablauf einer Redezeit wird das nahende Ende durch ein einmaliges Klingelzeichen angezeigt. Das Überschreiten der Redezeit wird durch ein zweimaliges Klingelzeichen angezeigt und anschließend durch dauerndes Klingelzeichen unterbunden.
  •  Auf welcher Position man debattiert, erfährt man jeweils 15min vor Beginn der Debatte (Schulwettkampf); bei einem Klassenwettkampf (direkt vor Debatte)Die Jury gibt nach einer kurzen Beratungszeit ihr Ergebnis bekannt. Es kommen pro Debatte immer zwei Debattierende eine Runde weiter.

Jugend -debattiert- Regionalwettkampf im Schuljahr 2019

Jugend debattiert

Am 22. Februar 2019 war es endlich soweit. Es startete der alljährliche Jugend debattiert Regionalwettkampf. Dieses Jahr fand er erstmalig am Otto-Hahn-Gymnasium in Böblingen statt. Alle DebattantInnen, die sich in Ihren Schulen für die Regionalebene qualifiziert hatten, traten an diesem Nachmittag gegeneinander an. SchülerInnen des Gymnasiums Rutesheim, des Hegel-Gymnasiums (Stuttgart- Vaihingen) und der Realschule Hinterweil (Sindelfingen) hatten sich neben den SchülerInnen vom Otto-Hahn-Gymnasium (Böblingen) für den Regionalwettbewerb qualifiziert. 

In zwei Altersgruppen wurden über mehrere Stunden viele aktuelle Themen diskutiert und debattiert. Beim Debattieren geht es darum, bei einer vorgegebenen Streitfrage die Pro oder Contra Position zu vertreten und diese vor der Gegenseite zu verteidigen. In der 20 Minuten dauernden Debatte beziehen jeweils zwei Debattanten die Pro und zwei die Contra Seite. Ob der Debattant sich für oder gegen die Streitfrage ausspricht, entscheidet kurz vor der Debatte ein Los. Wichtig sind in einer Debatte neben der Sachkenntnis vor allem die Überzeugungskraft, die Ausdrucksweise und die Gesprächsfähigkeit.

Zu Beginn einer Debatte hat jeder Debattant in einer zweiminütigen Eröffnungsrede Zeit seine Position zu begründen und seine wichtigsten Argumente zu benennen. Diese werden in einer vorgegebenen Reihenfolge nacheinander gehalten. In der darauffolgenden 12 Minuten langen Aussprache folgt ein Schlagabtausch der Argumente, bei der jede Seite versucht die andere von der eigenen Position zu überzeugen. Zum Abschluss hat jeder Debattant in einer einminütigen Schlussrede die Gelegenheit nochmals seine Position darzulegen und die für ihn wichtigsten Punkte der Debatte zu wiederholen. Die Debatte wird von einer Jury bewertet, welche unter den genannten Kriterien eine Auswahl der zwei besten Debattanten der Debatte trifft. Diese haben sich dann für die nächste Wettbewerbsrunde qualifiziert.

In der Sekundarstufe I traten 12 SchülerInnen in zwei Qualifikationsrunden gegeneinander an. Sie wurden von einer gemischten Jury aus Lehrerinnen und Lehrern von allen vier Schulen nach den Kriterien bewertet. Nach den zwei Qualifikationsrunden, schafften die vier besten Debattanten mit der höchsten Punktzahl den Einzug ins Finale. Während die Qualifikationsdebatten parallel in Klassenzimmern stattfanden, fand das Finale in der Aula des OHGs statt.

In den Qualifikationsrunden ging es um die Einführung eines Schulfachs, das sich ausschließlich mit dem Reparieren von Elektrogeräten beschäftigt. Gerade in einer modernen Zeit ist die Nutzung und damit auch die Reperatur von elektrischen Geräten zu einem immer wichtigeren Punkt in der Gesellschaft geworden. Die Streitfrage der zweiten Qualifikationsrunde beschäftigte sich mit dem Unterrichten von mehr Nicht-Pädagogen an unseren Schulen. Aufgrund des zur Zeit herrschenden Lehrermangels und Unterrichtsausfalls ist auch dieses Thema den SchülerInnen bekannt und aktuell.

Für das Finale qualifizierten sich Simone Wölfle und Florian Stupp vom Otto-Hahn-Gymnasium und Felix Holtmann und Kai Neumann vom Gymnasium Rutesheim. In der Frage, ob der öffentliche Busverkehr zum nächstmöglichen Zeitpunkt auf Elektrobetrieb umgestellt werden sollte, sprachen sich Florian Stupp und Felix Holtmann dafür aus, da in einer Zeit des Klimawandels dies ein notwendiger Schritt sei. Dagegen sprachen sich Simone Wölfle und Kai Neumann aus, da sie der Meinung waren, dass Elektrobusse ein hohes Risiko und sehr hohe Kosten mit sich brächten.

In der Sekundarstufe II kamen aufgrund der wenigen Debattanten zwei Qualifikationsrunden zustande. Die zwei Debattanten mit der insgesamt höchsten Punktzahl schafften den Einzug in die Qualifikationsrunde des Landeswettbewerbs. Die erste Qualifikationsrunde befasste sich mit der Frage, ob mehr fremdsprachige Filme ohne deutschsprachige Synchronstimme gezeigt werden sollten. Die Streitfrage der zweiten Qualifikationsrunde befasste sich mit der Einführung eines Losverfahrens, mit dessen Hilfe Bürger zur Mitarbeit im Gemeinderat verpflichtet werden sollen. Das Otto-Hahn-Gymnasium wurde von Anton von Schaper und Max Kissel vertreten. Am Hege-Gymnasium hatten sich Milan Binger und Luise Queckenberg für den Regionalwettbewerb qualifiziert.

Beim Landeswettbewerb wird der Regionalverbund Stuttgart/Südwest von den zwei besten Debattanten in jeder Altersstufe vertreten. In der Sekundarstufe I erreichte Felix den vierten Platz. Simone Wölfle durfte sich über einen dritten Platz freuen. Den Einzug in den Landeswettbewerb schaffte Kai Neumann auf dem zweiten Platz und Florian Stupp auf dem ersten Platz.

Auf dem vierten Rang in der Sekundarstufe II landete Luise Queckenberg. Über den dritten Platz freute sich Milan Binger Der Regionalverbund Stuttgart/Südwest wird im Landeswettbewerb vertreten von Anton von Schaper (Platz 2) und von Max Kissel (Platz 1).

Zudem dürfen sich die Erst- und Zweitplatzierten über ein Regionalsiegerseminar freuen, bei dem sie eine Weiterbildung im Debattieren und der Rhetorik erhalten. Wir wünschen allen Debattanten viel Erfolg beim diesjährigen Landeswettbewerb!

Auch in diesem Jahr können wir auf einen diskussionsreichen, spannenden und erfolgreichen Regionalwettbewerb zurückblicken.

 Nicole Wölfle, J2

 

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