Podiumsdiskussino 16 9

Wie soll die Schule in 50 Jahren aussehen? Welche Maßnahmen muss man für den Klimaschutz treffen und wie ist mit den Folgen umzugehen? Die diesjährige Podiumsdiskussion, die am 29. Januar stattfand, behandelte genau diese Themen, die von einem aus Schülern bestehenden Organisationsteam erarbeitet worden waren. Eingeladen waren Vertreter der Parteien CDU, SPD, Grüne, AfD, FDP und der Linken. Geleitet wurde die Podiumsdiskussion von Florian Stupp und Fin Wolschke, zwei Schülern der 10. Klasse.

Nach einer Vorstellungsrunde wurde der Einstieg in die Diskussion mit der Frage, ob die Politiker das Klassenzimmer der Zukunft mit Tablets oder Tafeln ausstatten würden, eingeleitet.

Nach der Frage des Lehrermangels diskutierten die Politiker, ob der Inhalt des Unterrichts zukunftsfähiger ausgerichtet werden müsste. Große Meinungsunterschiede waren hier zu erkennen – wo Pascal Panse (CDU) stark die Chancen von Tablets für den Unterricht hervorhob, betonte Florian Wahl (SPD) die nach wie vor zentrale Bedeutung von Lehrkräften für den Lernerfolg und gelingenden Unterricht.

Insgesamt diskutierten die Politiker rund eine Stunde zum Thema Bildung der Zukunft. Anschließend leitete die Moderation den Themenblock Klima ein, indem sie den AfD-Politiker mit dem Bestreiten des menschengemachten Klimawandels in ihrem Wahlprogramm konfrontierte. Dem Argument, dass sich 97% der Wissenschaftler einig sind, dass es den menschengemachten Klimawandel gibt, entgegnete Klaus-Günther Voigtmann von der AfD, dass Klimaentscheidungen nicht nach Mehrheit bestimmt werden sollten. Tim Göhner von den Grünen konterte, dass die Wissenschaft sich aber noch nie so einig gewesen und dass es daher von Wichtigkeit sei, CO2 einzusparen und aus der Kohleindustrie auszusteigen. Die Diskussion wurde auch von hitzigen Debatten durchzogen. Ein starker Kontrast bildete sich bei den Positionen der Linken und SPD zum Thema, wie einschränkend Klimapolitik im Alltag sein sollte. Gitte Hutter von den Linken vertrat die Ansicht, dass jeder Bürger als Individuum Maßnahmen ergreifen und bei sich selbst anfangen solle. Dahingegen argumentierte Florian Wahl (SPD), dass die Entscheidungsfreiheit der Bürger nicht eingeschränkt werden sollte, es aber dennoch gesetzliche Veränderungen in Form von Steuern geben sollte, z.B. bezüglich der Flugkosten. Der FDP-Vertreter Roland Fink warf dem Voigtmann (AfD) vor, nicht die gleichen Ansichten zu vertreten, die die Partei im Bundestag verbreite, da er keinen festen Standpunkt hinsichtlich der Klimapolitik seiner Partei habe.

Insgesamt führten einige Politiker ihre Argumente sehr lange aus und kamen so leicht vom Thema ab, weswegen sie von der Moderation unterbrochen werden mussten. Schlussendlich war die Podiumsdiskussion sehr lebhaft und spannend und hat bei vielen Schülern Eindruck hinterlassen. Wir freuen uns schon auf die nächste Podiumsdiskussion am OHG, die in einem Jahr stattfinden wird – das in diesem Schuljahr zum zweiten Mal durchgeführte Format hat sich bewährt!

Jenny Walsh/Yllka Hyseni (Kl. 10)

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