OHG Akademie 16 9

Wer denkt schon, dass man mit dem Bau eines Iglus einen wichtigen Schein für sein Studium erwerben kann? Dieses und noch viel mehr haben wir Schülerinnen und Schüler der OHG-Akademie beim Besuch des Instituts für Architektur und Stadtplanung der Universität Stuttgart am 29.1.2020 erfahren. Die OHG-Akademie ist für die besten Schülerinnen und Schüler eines jeden Jahrgangs und will besonders begabten Jugendlichen ein exklusives und spannendes Zusatzangebot bieten.

Etwa 20 Schülerinnen und Schüler der OHG-Akademie lernten dort viel über Architektur und das Architekturstudium. Der Institutleiter für Baustoffe und Bauphysik Prof. Dipl.-Ing. Peter Schürmann führte uns persönlich durch das Institut und ermöglichte und so einen umfassenden Einblick. Bersonders eindrücklich war hier, dass im Architekturstudium nicht nur mit dem Computer gearbeitet, sondern auch viel Wert auf handwerkliche Arbeit gelegt wird. 

Während der Führung sahen wir viele verschiedene Stadt- und Gebäudemodelle, die Architekturstudierende und Professorinnen und Professoren aus Holz gebaut hatten. So betrachteten wir z.B. ein interessantes Modell eines Hochhauses mit Turbinen, die die Aufwinde zur Energieumwandlung nutzen sollen.

Danach durften wir bei einer Präsentation von drei Studierenden zuhören. Sie hatten den Baustoff Lehm aus verschiedenen Ländern besorgt und untersucht. So haben sie den Lehm z.B. in Wasser eingeweicht, um die Bestandteile des Lehms zu untersuchen. Außerdem haben sie die Tragkraft des getrockneten Lehms getestet. Ihre Versuche haben sie vorgeführt oder anhand von Fotos erklärt. 

Außerdem durften wir uns eine Werkstatt ansehen. Dort arbeiteten gerade Studierende an Modellen. Uns hat besonders die riesige Säge in der Werkstatt beeindruckt.

In einer kleinen Präsentation berichtete Professor Schürmann uns noch über einige Projekte von und für Studierende. Ein solches Projekt ist der Bau von Iglus. Dabei wird den Studierenden spielerisch die Bauphysik nähergebracht. Wir erfuhren, dass Iglus durch ihre halbkugelförmige Bauweise und die damit verbundene geringe Oberfläche eine äußerst effiziente Wärmbilanz aufweisen, da so wenig Wärme nach außen abgegeben wird. Auch der enge Eingang ins Iglus ist optimiert, da es hier eine zusätzliche kleine Kammer für die Hunde des Eskimos gibt, wodurch die Luft dort schon vorgewärmt wird. 

Mit vielen neuen Eindrücken fuhren wir zurück nach Böblingen. Vielleicht wird jemand von uns ja tatsächlich später einmal Architektur studieren.

Caroline Niewa (Kl. 9)

 

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.