Theater 16 zu 9

 „Im OHG spukt es um Mitternacht!“ Diese Zeilen schallten am 22. und 23. Oktober 2019 von der Bühne der OHG Halle in Böblingen. Bereits vor fünf Jahren trieben die OHGespenster hier ihr Unwesen und wurden von der Theater-AG des OHGs verkörpert. Auch in diesem Jahr spukten sie nicht nur zur Geisterstunde, sondern auch am Tag in der Schule herum und sorgten damit für ein wildes Chaos, große Aufregung bei den Lehrern und riesigen Spaß bei den Schülern. Diese 90-minütige Eigenproduktion der OHG Theater-AG wurde bei beiden Aufführungen vom Chor der 5c, 6a und J2, sowie einigen Lehren musikalisch unterstützt.

Das Stück begann, als die Uhr zwölfmal schlug und die sechs Gespenster Abina (Linn Schmälzle, 8b), Ferienne (Isabelle Dvorschak, 8b), Kreidi (Hanna Rehorsch, 8b), Mensale (Lisa Dolvig, 8d), Pausella (Lara Weber, 8b) und Zensora (Lara Böttcher, 8b) im Keller des OHGs zum Leben erwachten. Wie in jeder Nacht wachten sie um 0 Uhr auf, um den Lehrern und Schülern neue Streiche zu spielen. Doch ganz so unbeschwert war ihr Leben dann doch nicht. Ihr Freund, der Uhu Schuhu (Simon Foof), hatte ein großes Problem. Durch den Bau einer unterirdischen Haltestelle der benachbarten Schönbuchbahn sollte der Baum, in dem er lebte, gefällt werden. Um Uhu Schuhu zu helfen, mussten die OHGespenster die Schuldirektorin, Frau Bergmansleder (Charlotte Rigot, J1), dazu bringen, auf diesen Bau zu verzichten. Um dieses Vorhaben umsetzen zu können, schlossen sie sich mit den Schülern Abby (Leni Kienzle, 9c), Anna (Sarah Sprenger, 9a), Jana (Marleen Rehorsch, 8b), Jenny (Lorna Schmidt, 8b), Jo (Julian Kraus, 8d) und Vanessa (Alisa Dieterich, 9c) zusammen, mit denen sie durch eine Nachricht in Kontakt traten. Gemeinsam spielten sie den Lehrern (Malin Jäger, J1; Kevin Maier, J1; Max Kissel, J1; Annalena Sprenger, J1; Tamara Kreuz, J1; und Timo von Schaper, J1), am darauffolgenden Tag lustige Streiche und brachten diese völlig aus dem Konzept. Doch weder ihre Nachricht, die die erschöpften Lehrer nach dem Unterricht im Lehrerzimmer fanden, noch ein Gespräch der Schüler mit der Direktorin, in dem sie einen Baustopp forderten, führten zum gewünschten Ziel. Durch Zufall fanden die Schüler aber schließlich heraus, dass Uhu Schuhu eine seltene Eulenart war, die unter Naturschutz stand. Erst diese Erkenntnis führte dazu, dass die Rektorin Frau Bergmansleder, der Oberbürgermeister Herr Pelz (Timo von Schaper, J1) und der Ministerpräsident Herr Kretsche (Max Kissel, J1) den Bau der unterirdischen Haltestelle stoppten und somit den Lebensraum von Uhu Schuhu retteten.

„Da dieses Stück eine Eigenproduktion der Theater-AG ist, nahm es auch einige Arbeits- und Übungszeit in Anspruch. Ein Jahr voller Arbeit steckt in diesem Werk“, berichtete Frau Rathmann, die im vergangenen Jahr zusammen mit Herrn Büxenstein die Theater-AG leitete und dieses Schauspiel auf die Beine stellte. „Ich bin sehr stolz auf die diesjährige Theater-AG und das Engagement, das die Schüler in das Stück gesteckt haben!“, lobte sie ihre Theatergruppe.

Einige Schüler, die vor fünf Jahren Teil der Uraufführung waren, wirkten auch in diesem Jahr mit, obwohl sie ihr Abitur bereits in der Tasche und die Schule verlassen haben. Einer dieser Schüler war Simon Foof, der in beiden Stücken den Uhu Schuhu verkörperte. „Der Auftritt und die Theaterproben davor gehören zu meinen persönlichen Highlights der Schulzeit. Es hat mir große Freude bereitet, nochmal in meine alte Rolle zu schlüpfen und mit anderen Schauspielern zusammen zu arbeiten, die einen großartigen Job geleistet und sich selbst übertroffen haben.“ Auch bei den jüngeren Schauspielern erweckte diese Theateraufführung große Freude. „Ich war zwar letztes Mal nicht dabei, kann aber mit Sicherheit sagen, dass mir dieser Auftritt super gut gefallen hat“, schwärmte Lorna Schmidt aus der 8b. „Auf der Bühne und im Publikum war eine super Stimmung und man war beim Schauspielern in einer anderen Welt.“ „Es hat mir einfach unfassbar viel Spaß gemacht bei diesem Stück mitzuspielen. Vor einigen Wochen hätte ich nicht gedacht, dass es zwei so gelungene Auftritte werden. Doch dahinter steckt viel Arbeit, die sich auf jeden Fall ausgezahlt hat“, lobte der Schauspieler Max Kissel die gelungene Aufführung.

Trotz der hohen Messlatte, die bereits die Aufführung der OHGespenster vor fünf Jahren gelegt hatte, wurde das neue Stück von allen Seiten in den höchsten Tönen gelobt. Eine Zuschauerin aus der 10. Klasse äußerte sich anerkennend: „Das Theaterstück wurde hervorragend aufgeführt und die Schauspieler überzeugten durch die gelungene Darstellung.“ „Dieses Jahr ist das Stück sogar noch mehr auf das reale Leben der Schüler und Schülerinnen des OHGs zugeschnitten. So wird mit dem Ausbau der Schönbuchbahn ein langjähriges Projekt aufgegriffen, das die Schüler des OHGs sehr beschäftigt“, verglich ein Schüler der J2 die diesjährige Aufführung positiv mit der ehemaligen Uraufführung vor fünf Jahren. Ein anderer Zuschauer lobte ebenfalls das Aufgreifen des ehemaligen Theaterstücks und die neue Umsetzung: „Darüber hinaus ist die Parodie der Lehrer ausgesprochen treffend und authentisch dargestellt.“ Auch die Lehrer waren begeistert von der diesjährigen Aufführung der Theater-AG. Frau von Winning lobte das Stück und die Theatergruppe. Auch Frau Bermanseder war begeistert und gab zu, während des Stücks durchgehend schallend gelacht zu haben. Herr Schelb, der Musiklehrer, der von Malin Jäger aus der J1 als „Frau Gelb“ imitiert wurde, gefiel die Aufführung und war begeistert von der Nachahmung: „Ich musste immer wieder über mich selbst lachen. Jedoch muss ich zugeben, dass ich tatsächlich noch gut davongekommen bin.“

Der diesjährige Auftritt der Theater-AG war also rundum ein voller Erfolg. Auch der minutenlange Applaus der fast 400 Zuschauer war der Beweis für das gelungene Theaterstück und die Belohnung für die einjährige Arbeit an dem Stück.

Nach diesem gelungenen Auftritt freuen wir uns schon auf die nächste Aufführung der Theater-AG des OHGs, die bereits in Planung ist. Nach eigenen Angaben plant die AG außerdem bereits eine weitere Eigenproduktion, die anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des Otto-Hahn-Gymnasiums im Jahr 2020 aufgeführt werden soll.

Miriam Stribick (10a), Simone Wölfle (10a) und Nicole Wölfle (J2)

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