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SegelschullandheimSchullandheim Chiemsee 10. Mai 2009 – 16. Mai 2009 Um kurz nach sieben Uhr, als all unser Gepäck verstaut war und wir uns von unseren Eltern verabschiedet hatten, fuhren unsere Busse in Richtung Bayern, wo der Chiemsee liegt, welcher nun von uns, der Klassenstufe 7, angesteuert wurde. Der Schullandheimaufenhalt begann schon so vielversprechend, selbst die vierstündige Fahrt, die wie im Flug verging, war schon ein kleines Highlight für sich. Dass sich nebenbei auch das Wetter von seiner besten Seite zeigte und die Temperaturen immer höher kletterten, trug wesentlich zur Stimmung bei und auch zum Spaßfaktor unseres kleinen Ausflugs auf die Herreninsel und Fraueninsel am Chiemsee. Zu denen setzten wir nämlich gleich mit der Fähre über, nachdem wir kurz unser Gepäck in einem Raum gesammelt hatten. Auf der Herreninsel besuchten wir das Schloss und besichtigten die Insel, was wir auch gleichermaßen auf der Fraueninsel taten. Da wir aber auch relativ viel liefen und davon abgesehen schon frühmorgens auf den Beinen waren, machte sich die Müdigkeit schnell bemerkbar, sodass wir gespannt auf unsere Zimmer und die Duschen warteten. Die Zimmer, die im Mädchen- und Jungehaus lagen, waren allesamt neu ausgestattet und gefielen uns prächtig. Nach einem ersten gemeinsamen Abendessen in der Chiemsee-Yachtschule Prien realisierten wir erst wirklich, in welch wunderschöner Umgebung wir uns befanden und nutzen das bis zur Sperrstunde aus. Dass an diesem ersten Tag von Schlafen keine Rede war, obwohl keiner mehr wirklich in der Lage war, sich großartig zu bewegen, gab den Lehrern bereits einen kleinen Vorgeschmack auf die folgenden Tage. Der nächste Morgen wurde um Punkt sieben Uhr mit bayrischer Volksmusik eingeleitet – und sorgte für allgemeines amüsiertes Grinsen bei uns. Nach dem Frühstück ging es schon an das Segeln ran – unsere Schwimmwesten und Ölanzüge sowie Gummistiefel und die Segelboote wurden uns zugeteilt, und nach einer kurzen Theorie und Knotenübung verteilten wir uns schon auf unsere Boote. Obwohl niemand auch nur annähernd jemals zuvor ein Segelboot gesteuert hatte, kamen wir ganz gut zurrecht und steuerten stolz auf den See hinaus. Am Nachmittag wiederholten wir dies noch einmal, und nach einigen Schwierigkeiten beim Anlegen verbrachten wir unsere restliche Zeit nach dem Abendessen mit Ruderboot fahren, spazieren gehen oder einfach nur mit Einkuscheln auf den Bänken im Hof, was schließlich irgendwann zur Routine wurde. Der Dienstag, der eigentlich vormittags noch perfektes Segelwetter mit sich brachte, entpuppte sich für die einen oder anderen dann nachmittags als Höllentag – starker Wellengang, viele dunkle Wolken, heftigster Wind und Kälte .Das löste bei einigen Panik aus, und obwohl wir erst einen Tag Segelerfahrungen hinter uns hatten, kamen wir mit der weiten Strecke zurecht, auf der viele Boote durch den Wind und die Wellen bedenklich schief fuhren und zum Teil nicht mehr richtig unter Kontrolle gehalten werden konnten. Jedenfalls legten am Ende der Fahrt alle sicher wieder an, wenn auch mit einigen Schwierigkeiten. Auf den warmen Zimmern beruhigten wir uns allmählich dann auch und der Gedanke, nie wieder einen Fuß in ein Boot zu setzen, wurde von vielen dann doch wieder verworfen. Am Nachmittag schipperten wir wieder munter mit den Ruderbooten auf dem See herum, was von einem tollen Sonnenuntergang begleitet wurde. Der Mittwochmorgen brachte zwar nicht strahlenden Sonneschein mit sich, jedoch war die Wetterlage auf dem See sehr ruhig und das Segeln war an diesem Tag für uns alle sehr angenehm, manche empfanden es sogar als eher langweilig. Es verlief also alles ruhig, und es zeigten sich bereits die ersten größeren Fortschritte in den jeweiligen Gruppen der Boote. Der Abend, der sich bei so gut wie allen als Lieblingszeit des Tages entpuppte, war wieder total schön und trug dazu bei, dass wir noch mehr zusammenwuchsen. Tag fünf begann sehr vielversprechend: Erstens wurden wir an diesem Morgen von toller Musik geweckt, die unserem Geschmack entsprach und zweitens war ein Ausflug mit den Segelbooten zu der Fraueninsel geplant, und die Strecke war nicht die kürzeste. Da jedoch kein Wind vorhanden war, mussten die Segelboote vom Motorboot gezogen werden, was natürlich auch nichts Schlechtes war. Mittagessen wurde auf der Insel gehalten, und wir vertrieben uns die Zeit mit den kleinen Läden und lümmelten am See herum. Abends freuten sich insbesondere ein Teil der Mädchen, dass sie die Erlaubnis bekamen, Germany´s Next Topmodel anzuschauen – wobei man hinzufügen muss, dass sich am Ende doch mehr Jungs im Raum rumtrieben als Mädchen. Dass der Freitag der letzte richtige Tag im Schullandheim war, hing allen schon beim Aufstehen schwer im Magen. Die Woche sollte mit einer Regatta im Segeln abgeschlossen werden, und das gehörte zu den vielen Höhepunkten des Schullandheimaufenthaltes .Es wurde gelacht, geschrieen, Panik geschoben und angefeuert, für keinen ging der Wettkampf im schlechten Sinne zu Ende, auch wenn keine gute Platzierung stattfand. Der Spaß war unübertreffbar, und wir kamen zum Teil gar nicht mehr aus dem Lachen heraus, da viele von uns unter anderem eine halbe Ewigkeit für die einzige Kurve in Anspruch nahmen. Es war ein toller Abschluss für unsere Segelwoche, und am Nachmittag konnte man sich zwischen den Optionen Hallenbad und ein allerletztes mal Segeln entscheiden, um den letzen Tag zu krönen. Aber erst am Abend ging es dann so richtig los – da war unsere Abschlussparty angesagt, die sich keiner so grandios vorgestellt hatte. Wir tanzten und sangen zusammen und waren einfach total glücklich über das, was wir erlebt hatten. Ein paar von uns liefen noch ein letztes Mal zum nächtlichen Chiemsee, um ihn zu verabschieden, und dann gingen wir noch ein letztes Mal auf unsere Zimmer, um unsere Koffer zu packen und uns ein letztes Mal in unsere Hochbetten zu legen.
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